S.M. Kanonenboot "Tiger"
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Überblick

Bau
Im November 1898 wurde auf der Kaiserlichen Werft in Danzig unter dem Baunamen Ersatz "Wolf" ein neues Kanonenboot der Iltis II-Klasse auf Kiel gelegt.
Die Taufe des aus Stahl gefertigten Schiffes auf den Namen "Tiger" fand am 15.August 1899 statt. Sie wurde vom Oberwerftdirektor KzS von Prittwitz und Gaffron vollzogen.
Ab 03.April 1900 fogten die Probefahrten und vom 02.-06.Juni die Ausrüstung in Kiel.

Der aktive Dienst
Nach einer Besichtigung durch Kaiser Wilhelm II. am 16.Juni begann schon am 17.Juni die Reise nach Ostasien.
Auf der Reise traf das Kanonenboot vor Port Said mit dem ebenfalls nach Ostasien kommandierten Panzerkreuzer "Fürst Bismarck" zusammen. Vor der Küste von Französisch-Somalieland geriet "Tiger" auf Grund und konnte erst mit Hilfe von Scheppern wieder freikommen. Die leichten Schäden im Unterwasserbereich wurden wenig später im Dock im Hongkong beseitigt. Am 22.Oktober 1900 traf "Tiger" im neuen deutschen Stützpunkt Tsingtau ein.

Da zu dieser Zeit die Boxer-Unruhen im Gange waren besuchte das Kanonenboot nun verschiedene Küstenorte im Gelben Meer. In den Folgejahren versah das Boot normalen Stationsdienst.
Nach Ausbruch des russisch-japanischen Krieges 1904 lag "Tiger" Anfang des Jahres vor Tschemulpo, um ansässige Deutsche im Falle von Gefahr evakuieren zu können.

Bis zum Jahre 1914 verrichtete "Tiger" Stationsdienst, ohne noch einmal in die Heimat zurückzukehren.
Am 08.April wurden die Geschütze zur Ausrüstung des Postdampfers "Prinz Eitel Friedrich" als Hilfskreuzer abgegeben. Auch die Besatzung wechselte auf dieses Schiff und das Kanonenboot wurde daraufhin außer Dienst gestellt.

Kurz vor dem Fall von Tsingtau wurde "Tiger" in den Innenhafen geschleppt und von Werftangehörigen versenkt. An dieser Stelle hat das Wasser eine Tiefe von bis zu 60 m.

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