Bau
Unter dem vorläufigen Namen Kreuzer "K" erfolgte im Oktober 1895 auf der Werft A.G. "Vulcan in Stettin die
Kiellegung eines neuen Schiffes der Victoria Louise-Klasse. Am 14.April 1897 lief der Kreuzer II. Klasse vom Stapel.
Die Taufe auf den Namen "Hertha" vollzog der Sohn des Prinzregenten Luitpold von Bayern, späterer König Ludwig III.
Bei der weiteren Ausrüstung auf der Kaiserlichen Werft in Kiel wurde der an der Pier liegende Kreuzer vom einlaufenden
Linienschiff "Baden" gerammt, ohne nennenswerte Beschädigung.
Am 23.07.1898 erfolgte die erste Indienststellung, woran sich die Probefahrten anschlossen.
Der aktive Dienst
Das ab 1899 als Großer Kreuzer eingestufte Schiff trat am 11.04.1899 die Reise nach Ostasien an. "Hertha" traf am 21.Mai in
Singapore und am 08.Juni in Tsingtau ein, um den Großen Kreuzer "Kaiser" abzulösen.
Ab dem 17.Februar 1900 war "Hertha" Flaggschiff des neuen Geschwaderchefs VAdm Bendemann.
Im selben Jahr war der Kreuzer an den Vorgängen im Rahmen des "Boxeraufstandes" beteiligt.
Am 31.Dezember 1904 schied "Hertha" aus dem Kreuzergeschwader aus und traf am 12.Mai 1905 in Kiel ein.
Weitere Reisen führten den Kreuzer bis zur endgültigen Außerdiensstellung am 16.November 1914 nicht nocheinmal
nach Ostasien.
Während des Krieges wurde der Rumpf noch als Wohnschiff in Flensburg genutzt.
1920 wurde der Kreuzer in Audorf abgewrackt.
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