Bau
Der Kleine Kreuzer Dresden wurde von Blohm & Voß als "Ersatz Comet" gebaut. Er wurde am 14.November 1908 in Kiel zu Probefahrten
in Dienst gestellt.
Der aktive Dienst
Nach einer Kollision mit einem anderen Schiff (am 28.November), bei welcher dieses sank, wurde eine längere
Reparatur erforderlich. Am 09.Januar 1909 konnten die Probefahrten erneut aufgenommen werden.
Nach der verlorenen "Falklandschlacht", am 8.Dezember 1914, war dem kleinen Kreuzer "Dresden", als einzigem Schiff des
"Kreuzergeschwaders Ostasien", die Flucht geglückt. Beide Panzerkreuzer und kleinen Kreuzer lagen inzwischen auf dem
Meeresgrund. Der Kommandant der "Dresden",Fregattenkapitän Lüdecke, hatte die Sinnlosigkeit des Eingreifens in die Schlacht
erkannt. Nachdem "Graf Spee" die kleinen Kreuzer entlassen hatte, befahl Lüdecke Südkurs und volle Fahrt. Es gelang dem
Kreuzer zunächst sich abzusetzen. Ziel war das Inselgewirr an der Südspitze Amerikas. Obwohl "Dresden" verfolgt wurde und der
Gegner sogar in Sichtweite rückte, gelang es davonzukommen, da durch eine Wetterverschlechterung die Sicht stark zurückging.
"Dresden" versteckte sich in der Folgezeit in schmalen Kanälen zwischen den zahlreichen Inseln. Um Kohlen zu nehmen wurde für einen kurzen
Besuch Punte Arenas angersteuert. Obwohl dies schnell bei den Engländern bekannt wurde, gelang es erneut sich dem Feinde zu
entziehen. Es folgte nun eine unglaublich lange Zeit von zwei Monaten, in denen "Dresden" die Inselwelt nicht verließ.
Am 8.März 1915, ein viertel Jahr nach der Falklandschlacht, kam als sich der Nebel sichtete plötzlich ein Kriegsschiff in Sicht.
Die drei Schornstein gehörten dem Panzerkreuzer "Kent".Er kam schnell näher und "Dresden" versucht die neutralen Gewässer der
Robinsoninsel anzulaufen. Dies gelang auch und der kleine Kreuzer suchte Schutz in der Cumberlandbucht. Die Lage schien jetzt
ausweglos. Man richtete sich darauf ein das Schiff den Chilenen zu übergeben. Doch es sollte noch viel schlimmer kommen.
Am 14.März erschienen der englische Panzerkreuzer "Kent", der kleine Kreuzer "Glasgow" und der Hilfskreuzer "Orama". Die
Engländer eröffneten ohne Rücksicht auf die Neutralität Chiles das Feuer und trafen den kleinen Kreuzer schwer. Der Kommandant ließ
darauf das Schiff versenken, damit dem Feind das Wrack nicht in die Hände fällt. Der Großteil der Besatzung konnte noch in Booten
an Land gebracht werden. Acht Seeleute der "Dresden" fanden den Tod.
Damit war der letzte Kreuzer des Geschwaders Spee vernichtet.
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