2.7.1.   Deutsches Kreuzergeschwader Ostasien
S.M. Kleiner Kreuzer "Cormoran"
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    Bau
    Unter dem Baunamen Kreuzer IV. Klasse "E" wurde 1890 mit dem Bau eines Kleinen Kreuzers auf der Kaiserlichen Werft Danzig begonnen (nach einem Amtsentwurf von 1888). Der Kreuzer lief am 17.05.1892 vom Stapel und wurde von Oberwerftdirektor KzS Aschmann auf den Namen "Cormoran" getauft. Die Indienststellung folgte am 25.07.1893, woran sich die Probefahrten anschlossen.

    Der aktive Dienst
    S.M.S. "Cormoran" verbrachte die Jahre von 1894 - 1903 sowie 1909 - 1914 im Ausland.
    Zunächst war "Cormoran" als Ablösung des Kanonenbootes "Wolf" in Ostasien eingeplant. Durch politische Spannungen in Südafrika wurde der Kreuzer aber zunächt nach Ostafrika entsandt.
    Am 05.Juli 1895 trat "Cormoran" von hieraus die Reise nach Ostasien an und traf am 13.September in Singapore ein, um die Kreuzerkorvette "Marie" abzulösen.
    Im Juli 1896 beteiligte sich "Cormoran" an den Bergungsarbeiten des im Sturm gestrandeten und hierbeit völlig zertrümmerten Kanonenbootes "Iltis".
    Im November 1897 war das Landungskorps an der Besetzung der Bucht von Kiautschou beteiligt.

    Anfang 1899 wurde "Cormoran" nach Samoa entsandt. Auf der Reise lief das Schiff in der Nacht vom 23. auf den 24.März auf Grund. Duch Umstauen, Verlagerung der Geschütze nach achtern und Kappung der Masten konnte konnte "Cormoran" die Fahrt aus eigener Kraft fortsetzen. Am 17.Juni traf der Kreuzer in Apia ein. Bis zum Jahre 1903 folgten nun Fahrten in der Südsee.

    Am 23.Mai 1903 erreichte "Cormoran" der Befehl zur Heimreise. Am 26.September stellte das Schiff in Danzig zur Überholung außer Dienst. Diese zog sich bis 1909 hin. Nach erneuter Indienststellung am 01.Mai ging die Reise wieder in die Südsee.
    Im Juli 1910 traf "Cormoran" vor Apia mit dem Kreuzergeschwader zusammen. In den folgenden Monaten war der Kreuzer gemeinsam mit dem Kleinen Kreuzer "Emden" an der Niederschlagung der Unruhen auf Ponape beteiligt.

    Nach einer Grundreparatur in Tingtau im Mai 1912 folgte die nächste ab Mai 1914.
    Ab dem 24.02.1913 diente "Cormoran" offiziell als Kanonenboot. Nach Kriegsbeginn stellte "Cormoran" am 06.August 1914 außer Dienst. Die Besatzung schiffte auf dem Hilfskreuzer "Cormoran" ein. Dieser war ein von der "Emden" als Prise aufgebrachter russischer Dampfer ("Rjäsan"). Das Kanonenboot "Cormoran" wurde, wie auch andere Stationsschiffe im Rahmen der Verteidigung von Kiautschou selbst versenkt (ungefähre Position: 36°03'N 120°16'E).

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