Bau
Der Amtsentwurf des ersten deutschen Panzerkreuzers stammte aus den Jahren 1893-95 und trug den Namen "Ersatz
Leipzig".
Unter dem Namen "Fürst Bismarck" lief das Schiff am 25.September 1897 in Kiel vom Stapel. Der Kreuzer wurde am
01.April 1900 in Dienst gestellt.
Der aktive Dienst
Bereits am 30.Juni des selben Jahres nahm das Schiff Kurs auf Ostasien und nahm dort am 17.August seinen Dienst als
Flaggschiff des Ostasiengeschwader auf.
Das Schiff verfügte über gute Seeigenschaften, neigte jedoch bei hoher Fahrtstufe zu starken Vibrationen, ausgelöst durch die
Maschine. Ausgerüstet mit einem Panzerdeck, Panzerung der Wasserline (bis zu 200 mm stark) sowie der Geschütze, gehörte
"Fürst Bismarck" zu einer neuen Schiffsklasse, welche nur schwer zu zerstören war. Der Preis hierfür war eine geringere
Geschwindigkeit, beding durch das höhere Gewicht. Die Kessel der Expansionsdampfmaschinen wurden, wie zur damaligen Zeit üblich,
mit Kohle befeuert. Lediglich in den Jahren 1908 und 1909 wurde hierfür versuchsweise auch Teeröl eingesetzt.
Im Jahre 1909 wurde das Schiff vom neuen Panzerkreuzer "Scharnhorst" abgelöst und kehrte in die Heimat zurück. Hier wurde
"Fürst Bismarck" von 1910 bis 1915 umgebaut und diente danach dem Küstenschutz. Ab 1916 wurde der Panzerkreuzer nur noch als
Maschinenschulschiff eingesetzt.
Am 17.06.1919 wurde "Fürst Bismarck" aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und an eine Dortmunder Firma verkauft.
Von 1919 - 1929 wurde das Schiff in Audorf bei Rendsburg abgebrochen.
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